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KarriereNews
31.08.2010 - Der Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt im August: Besserung am Arbeitsmarkt hält an (gekürzt]
Die deutliche Erholung der deutschen Wirtschaft wirkt sich weiter positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die Arbeitslosigkeit ist im August auf 3.188.000 gesunken. Die Erwerbstätigkeit und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wachsen saisonbereinigt weiter. Auch die Nachfrage nach Mitarbeitern hat erneut zugenommen. „Die gute konjunkturelle Entwicklung hat die Situation am Arbeitsmarkt weiter verbessert. Die wesentlichen Indikatoren entwickeln sich in die richtige Richtung“, sagte Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit (BA), heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.
Arbeitslosenzahl im August: -4.000 auf 3.188.000
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -283.000
Arbeitslosenquote im August: unverändert 7,6 Prozent
Die Arbeitslosigkeit blieb von Juli auf August praktisch unverändert. Saisonbereinigt errechnet sich für den August erneut eine Abnahme, und zwar um 17.000. Im Vergleich zum Vorjahr gab es im August 283.000 Arbeitslose weniger. Auch die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit), die die gesamte Entlastung durch Arbeitsmarktpolitik umfasst, liegt unter Vorjahresniveau.
Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben in saisonbereinigter Rechnung zugenommen und liegen über dem Vorjahresniveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Juli saisonbereinigt um 13.000 gestiegen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat im Juni saisonbereinigt um 28.000 zugenommen (vorläufige Daten).
Nicht saisonbereinigt ist die Erwerbstätigkeit von Juni auf Juli um 17.000 auf 40,35 Millionen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr hat sie um 137.000 zugenommen (Quelle: Stat. Bundesamt). Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juni nach der Hochrechnung der BA bei 27,66 Millionen; gegenüber dem Vorjahr war das eine Zunahme um 284.000. Ohne den anhaltenden Zuwachs der Teilzeitbeschäftigung (ggü. Vorjahr +174.000) wäre die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht so deutlich gestiegen. Aber auch die Vollzeitbeschäftigung legt mittlerweile wieder zu (ggü. Vorjahr +109.000).
Die anderen Konten der Erwerbstätigkeit haben sich uneinheitlich entwickelt. Die Zahl der Selbständigen ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Beschäftigten in Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung und die ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten haben sich dagegen im Vergleich zum Vorjahr verringert.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den Juli auf 2,87 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 6,7 Prozent.
Die Daten zu den gemeldeten Stellen zeigen schon länger eine ansteigende Tendenz. Die Vorjahreswerte werden deutlich überschritten. Die gemeldeten Arbeitsstellen haben im August saisonbereinigt um 4.000 zugenommen. Nicht saisonbereinigt belief sich der Bestand im August auf 396.000 Arbeitsstellen. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg von 96.000. Von den gemeldeten Arbeitsstellen waren 89 Prozent sofort zu besetzen.
Der Stellenindex der BA, der BA-X, bildet die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab. Von Juli auf August ist er um 2 auf 143 Punkte gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr hat er 35 Punkte gewonnen. Er liegt damit um 2 Punkte über dem Oktober 2008, dem Monat, bevor die Wirtschaftskrise erstmals am Arbeitsmarkt sichtbar wurde.
Ausführliche Informationen finden Sie im Internet unter: http://statistik.arbeitsagentur.de
[Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit, 31.08.2010]
31.08.2010 - Neues Berufsbild bei telegate: Webproducer erstellen Internetseiten
Planegg-Martinsried, 31. August 2010 – Mit der Erstellung und Pflege professioneller Internetseiten für kleine und mittelständische Unternehmen hat telegate ein neues Service-Angebot auf den Markt gebracht. Das Produkt „firmenWEBSITE“ richtet sich an Geschäftskunden, die bislang keinen Internetauftritt haben oder die bestehende Website erneuern wollen. Durch die Schaffung des neuen Service-Angebots entsteht an den telegate Call Center-Standorten in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Berufsbild: Webproducer übernehmen in enger Abstimmung mit den Kunden die Konzeption, Erstellung und Pflege der Internetseiten. Am telegate Standort Rostock wurden in den vergangenen 3 Monaten 30 neue Arbeitsplätze geschaffen.
„Durch den Aufbau unseres neuen Angebots konnten wir ein komplett neues Berufsbild an unseren Call Center Standorten etablieren“, kommentiert Jörn Hausmann, Business Unit Manager bei der telegate AG. „Die Tätigkeit als Webproducer ist umfangreich, anspruchsvoll und bietet potentiellen Bewerbern eine interessante Einstiegsmöglichkeit in unser Unternehmen. Gleichzeitig ist dies eine neue berufliche Perspektive für Mitarbeiter, die bereits in unserem Geschäftsbereich ‚Telefonauskunft’ tätig sind und sich weiterentwickeln wollen“. Am Standort Rostock arbeiten aktuell 30 Webproducer an der Umsetzung von Internetseiten für Geschäftskunden.
Schulungen für Webproducer
Die Tätigkeit als Webproducer erfordert spezialisierte Fähigkeiten insbesondere im technischen Bereich. Alle Webproducer erhalten bei telegate vor Beginn ihrer Tätigkeit eine strukturierte Ausbildung. Diese umfasst den Umgang mit Softwareanwendungen, fundierte Kenntnisse im Bereich Webdesign, Suchmaschinenoptimierung und Grafik aber auch Kommunikations-Schulungen für den erfolgreichen Umgang mit den Geschäftskunden. „Wir suchen kreative, teamorientierte Mitarbeiter, die Erfahrung in der Gestaltung von Websites haben, wie beispielsweise Mediengestalter oder Webdesigner. Da die Webproducer in direktem Kontakt mit den Kunden stehen, ist eine ausgeprägte Kunden- und Serviceorientierung ebenfalls sehr wichtig“, so Jörn Hausmann. telegate plant, mittelfristig auch an einem weiteren Call Center-Standort Webproducer einzustellen.
Die Zielgruppe: kleine und mittelständische Unternehmen
Die „firmenWEBSITE“ bietet Gewerbetreibenden einen professionellen Internetauftritt ohne großen Aufwand. telegate übernimmt für eine monatliche Pauschale die gesamte Konzeption, Produktion und Pflege der Website. Dazu gehören die Domainregistrierung, die Erstellung des Designs, die Programmierung sowie die Erstellung von Videoclips, welche in die Website eingebunden werden können. Darüber hinaus kümmern sich die Webproducer auch um die Themen Suchmaschinenoptimierung und Webhosting.
Weitere Informationen und Beispiele zur „firmenWEBSITE“ gibt es unter www.telegate-media.de/firmenwebsite. Aktuelle Stellenanzeigen finden sich unter: http://www.telegate.com/htm/de/Karriere.htm
[Pressemitteilung, telegate AG, 31.08.2010]
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24.08.2010 - Pilotprojekt für Bewerbungen: Anonym zum neuen Job
Wer einen ausländischen Namen hat, Älter als 50 oder Mutter von Kleinkindern ist, fühlt sich auf dem Arbeitsmarkt oft benachteiligt. Im Herbst startet ein Pilotprojekt, bei dem sich Menschen anonym um ausgeschriebene Stellen bewerben können.
Lebenslauf ohne Name, Alter und Foto: In einem Pilotprojekt testen fünf Unternehmen und das Familienministerium ab kommenden Herbst anonymisierte Bewerbungsverfahren. Nur die Qualifikation soll darüber entscheiden, wer zum Bewerbungsgespräch eingeladen wird. Die Bewerbung soll kein Foto und keinen Namen enthalten und auch auf Angaben über Alter, Geschlecht, Familienstand und Herkunft verzichten. Damit sollen Vorurteile oder Vorlieben der Personalchefs keine Rolle mehr spielen.Der einjährige Test soll wissenschaftlich ausgewertet werden, wie die Antidiskriminierungsstelle des Bundes am Dienstag in Berlin mitteilte. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hatte kritisiert, die Pläne seien schwer umsetzbar - sie erhöhten die Bürokratie. Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders, sagte dagegen, die Verfahren hätten sich in anderen Ländern bewährt.
Nach Angaben von Lüders klagten beispielsweise Frauen, dass sie mehr Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch hätten, wenn sie die Kinder in der Bewerbung nicht erwähnten. Auch ältere Menschen beschwerten sich immer wieder, dass sie keine Einladung erhielten, obwohl sie für die ausgeschriebene Stelle die verlangten Qualifikationen vorweisen könnten. Und ein Ingenieur mit arabischem Nachnamen und erfolgreich abgeschlossenem Zweitstudium in Deutschland berichtete, seine Bewerbungen seien zum Teil innerhalb eines Tages abgelehnt worden. Wenn er sich nach einer Absage unter anderem Namen nach der Stelle erkundigt habe, sei sie stets noch frei gewesen.
Zur Kritik der Arbeitgeber befragt, sagte Lüders: "Ich glaube, dass alles, was neu ist, erst einmal erschreckt." Sie trat Befürchtungen entgegen, dass es einen Zwang zu anonymisierten Verfahren geben könnte: "Bei unserer Initiative setzen wir auf Überzeugung und Freiwilligkeit." Der Pilotversuch solle zeigen, ob anonyme Bewerbungen Probleme bereiten und ob sie Menschen, die sich benachteiligt fühlen, mehr Chancen bringen. In anderen Ländern liefen die Ausschreibungen meistens über das Internet. Die Bewerbungsmaske im Netz zu ändern, sei kein großer Arbeit, meinte Lüders.
[Quelle: dpa, 24.08.2010]
16.08.2010 - Neue JOBBÖRSE der BA feiert ersten Geburtstag Befragung zeigt: Neue JOBBÖRSE überzeugt (gekürzt)
Die neue JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit (BA), die seit dem 17.8.2009 am Start ist, trifft bei ihren Nutzern auf große Zustimmung. Das ergab eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts forsa. Auch die Besucherzahlen bestätigen den großen Erfolg der neuen JOBBÖRSE im ersten Jahr.
Vor einem Jahr war die JOBBÖRSE der BA in neuem Design und mit neuen Funktionen an den Start gegangen. Der Relaunch hat sich gelohnt: In den vergangenen zwölf Monaten konnte die JOBBÖRSE ihre Führungsposition als das meist besuchte Stellenportal in Deutschland weiter ausbauen. Das Meinungsforschungsinstitut forsa hat im Auftrag der BA die Resonanz auf das Onlineangebot untersucht. Die Befragung zeigt: 69 Prozent der rund 500 befragten Besucher sind mit der Übersichtlichkeit und Nutzerfreundlichkeit der JOBBÖRSE zufrieden oder sehr zufrieden.
Mehrheit der User würde JOBBÖRSE weiterempfehlen
Ganze 90 Prozent begrüßen, dass das Angebot für Arbeitnehmer und Arbeitgeber kostenfrei ist. Die Möglichkeit, sich zeitnah über aktuelle Jobangebote zu informieren, ist für 82 Prozent der Befragten ein sehr wichtiger Aspekt. Außerdem schätzt eine Vielzahl der Nutzer besonders das breite Serviceangebot und die zahlreichen Suchmöglichkeiten. Von denen, die bereits mit der alten JOBBÖRSE gearbeitet haben, geben mehr als die Hälfte an, eine Verbesserung zu erkennen. So sagen 62 Prozent, dass sie heute ein größeres Angebot und mehr Übersichtlichkeit bietet als vorher. Rund acht von zehn Befragten würden die JOBBÖRSE weiterempfehlen.
BA-Vorstand Raimund Becker zeigt sich zufrieden mit diesem Resultat: „Die neue JOBBÖRSE ist ein hilfreiches Instrument bei der Arbeit-, Ausbildungsplatz- und Bewerbersuche. Es freut uns sehr, dass sie die Ansprüche der Nutzer erfüllt.“ Gleichzeitig betont er: „Dieses gute Ergebnis spornt uns an, die JOBBÖRSE weiterhin auf dem Stand der Zeit zu halten und damit unseren Kunden eine optimale Unterstützung zu bieten.“
Mehr als eine Million Besucher an Spitzentagen
Das positive Echo spiegelt sich auch in den seit dem Relaunch gestiegenen Nutzerzahlen. Die JOBBÖRSE ist mit Abstand das meist besuchte Jobportal in Deutschland. An Spitzentagen zählt sie über eine Million Besucher. Im Juli 2010 klickten im Durchschnitt pro Tag mehr als 625.000 Interessenten die JOBBÖRSE an (Juli 2009: 450.000). Mit über 870.000 Stellen gibt sie einen umfassenden Überblick über die Stellenangebote in Deutschland und im Ausland (Juli 2009: 560.000). Die Bandbreite erstreckt sich dabei von Fach- und Führungskraftpositionen, Ausbildungsplätzen, Minijobs über Helferstellen bis hin zu Praktika.
Erfolgsgeschichte der JOBBÖRSE soll fortgesetzt werden
„Unser Ziel ist es, die JOBBÖRSE dauerhaft als erste Anlaufstelle für Arbeitgeber und Bewerber im Internet zu etablieren“, so Becker. Dabei habe die BA den entscheidenden Vorteil, dass sie ihren Nutzern neben Stellenanzeigen auch individuelle Betreuung und Beratung mit nur einem Mausklick biete. Es sei sogar möglich, sich hier online arbeitsuchend zu melden, betont Becker. Die JOBBÖRSE ist somit auch eine echte E-Government-Anwendung. http://jobboerse.arbeitsagentur.de
[Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit, 16.08.2010]
05.08.2010 - Meinestadt.de bietet Lehrstellensuche auf SchülerVZ
Das Städteportal Meinestadt.de ermöglicht es jungen Leuten, im Netzwerk SchülerVZ nach Lehrstellen zu suchen. Über eine Gruppe oder, wie es bei SchülerVZ heißt, ein Edelprofil, haben die Nutzer Zugriff auf verschiedene Suchoptionen für einen Ausbildungsplatz.
Bei „Dein Ausbildungsplatz-Finder“ steht die regionale Suche im Vordergrund. Integriert ist jedoch auch die Recherche nach Themengebieten, zum Beispiel „Rund um Medien“ sowie „Mit und für Menschen“. Diese Angebote sollen vor allem Unentschlossenen das Finden der richtigen Lehrstelle erleichtern.
Zur Zeit haben die SchülerVZ-Nutzer Zugriff auf mehr als 35.000 freie Ausbildungsplätze. Bei der Suche über das neue Edelprofil werden die Nutzer automatisch zum Online-Lehrstellenmarkt von Meinestadt.de weitergeleitet.
[Quelle: www.wuv.de, 5.8.2010]
26.07.2010 - Keiner ist „talentfrei“
Im September letzten Jahres starteten die Deutsche Telekom und die BA ein Pilotprojekt zur Integration arbeitsloser Jugendlicher. Unter dem Motto „Meine Chance – Ich starte durch“, erhielten 61 junge Menschen die Möglichkeit über ein Langzeitpraktikum in eine Ausbildung bei der Deutschen Telekom einzusteigen. Zielgruppe waren Jugendliche aus der Grundsicherung („Hartz IV“), denen bislang der Übergang in die Berufswelt nicht gelungen ist. Ein Jahr danach zeigt sich, dass es sich lohnt, vermeintlich schwachen Jugendlichen eine zweite Chance zu geben. 50 junge Frauen und Männer werden von der Deutschen Telekom in ein festes Ausbildungsverhältnis übernommen, davon gehen 42 direkt in das zweite Ausbildungsjahr. Dass sich Unternehmen künftig stärker um leistungsschwächere Jugendliche bemühen müssen, wissen sowohl Alt als auch Sattelberger.
„Die Demografie gibt uns eine klare Richtung vor und damit auch eine notwendige Strategie. Kein Talent darf ungenutzt bleiben“, unterstreicht Alt. „Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt dreht sich. Die Sahnehäubchen unter den Lehrlingen werden seltener. Deutschland kann es sich in Zukunft nicht mehr leisten, einen Jugendlichen, ein Talent, liegen zu lassen. Alle werden gebraucht, unabhängig von ihren jeweiligen Leistungsvoraussetzungen. Über die Ausbildungsreife Jugendlicher zu diskutieren, bringt uns nicht weiter. Fest steht, jeder Jugendliche bringt etwas mit – sich selbst und keiner ist talentfrei. Unsere Aufgabe ist es, ihre Begabungen zu suchen, zu fördern und sie auf ihrem Weg in den Beruf so gut wie möglich zu unterstützen. Wir brauchen Unternehmen, die bereit sind in dem einen oder anderen Fall ein Risiko einzugehen. Gerade Jugendliche, die sich zu Beginn ihres Berufsweges schwer tun und vielleicht nicht die besten Voraussetzungen mitbringen, entfalten ihre tatsächlichen Fähigkeiten erst in der betrieblichen Praxis, auch wenn dies manchmal Zeit braucht. Das zeigt das Projekt mit der Deutschen Telekom.“
Auch Sattelberger sieht als Unternehmer in der demografischen Entwicklung einen Auftrag. „Angesichts des drohenden Fachkräftemangels von zwei Millionen Menschen bis 2020 ist es an der Zeit, ausgetretene Pfade zu verlassen und die Talentgewinnung und -auswahl deutlich breiter aufzustellen. Weg vom Abgleich an immer gleichen Standards, hin zur Entdeckung individueller Begabung. Unser Projekt zeigt, dass es sich lohnt, gerade den auf den ersten Blick nicht sichtbaren Talenten eine Chance zu geben. Der Schlüssel für eine wettbewerbsfähige Belegschaft ist zunächst eine qualifizierende Erstausbildung. Wer frühzeitig die dafür notwendigen Qualifizierungs-Strukturen schafft, braucht später nicht zu jammern. Hier stehen die Unternehmen in der Verantwortung.“
Alt unterstreicht dies: „Unsere Frage muss lauten: Wie bringen wir „Problemschüler“ auf die Pole-Position? Jeder zehnte Jugendliche in Deutschland schafft keinen Schulabschluss. 14 Prozent der jungen Menschen zwischen 15 und 25 Jahre sind ohne Ausbildung. Das hat gravierende Folgen. Nur selten können sich Betroffene ins Berufsleben und in die Gesellschaft integrieren. Wir haben rund 300.000 arbeitslose Jugendliche, davon hat jeder Zweite keine Berufsausbildung. Über die Hälfte ist in Hartz IV. Damit entstehen gesellschaftliche Hypotheken für Jahrzehnte. Eine Berufsausbildung ist und bleibt der Schlüssel zur Integration. Wir müssen weg von Pauschalverurteilungen oder Schlagzeilen wie „Generation kann nix“, – damit vermitteln wir den Jugendlichen auch das falsche Signal. Wir sehen, dass die Wirtschaft schon jetzt auf die Leistungsschwächeren zugeht.“
Sowohl die BA als auch die Deutsche Telekom gehen zusammen den eingeschlagenen Weg weiter und verlängern die erfolgreiche Kooperation. Auch im neuen Ausbildungsjahr sollen 66 Jugendliche aus der Grundsicherung in den Ausbildungszentren der Deutschen Telekom über ein Langzeitpraktikum integriert werden. Die ersten Auswahlgespräche laufen bereits.
[Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit, 26.7.2010]
20.07.2010 - Ausbildungsstellenmarkt 2010: BIBB-Präsident Kremer: „Chancen für Jugendliche besser als in den vergangenen Jahren“
„Die Chancen der Jugendlichen, eine Ausbildungsstelle zu finden, sind in diesem Jahr besser als in den vergangenen Jahren. Dies trifft insbesondere auf den Osten Deutschlands zu.“ Dies erklärt Manfred Kremer, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), aus Anlass des am 1. August beginnenden neuen Ausbildungsjahrs. „Die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Daten zeigen, dass die Konjunktur wieder anzieht. Die Erholung auf dem Arbeitsmarkt sowie der demografisch bedingte Rückgang der Bewerberzahlen machen sich auch auf dem Ausbildungsstellenmarkt positiv bemerkbar.“ Allerdings gebe es, so Manfred Kremer, keinen Grund, die „Hände in den Schoß zu legen, denn auch in diesem Jahr wird es wieder Jugendliche geben, die keinen Ausbildungsplatz erhalten, weil in bestimmten Regionen und Branchen Angebot und Nachfrage nicht übereinstimmen“. Darüber hinaus gelte es, Lösungen für strukturelle Probleme zu finden, zum Beispiel für die oft zu langwierigen Übergänge von der Schule in Ausbildung und Erwerbstätigkeit oder die mangelnde Ausbildungsreife von Jugendlichen.
„Der Ausbildungsstellenmarkt befindet sich im Wandel – Auszubildende werden knapp.“ Angesichts dieser Entwicklung appelliert Manfred Kremer an die Betriebe, gerade auch geringer qualifizierten Jugendlichen eine faire Chance zu geben. „Jugendliche, das zeigen unsere Untersuchungen, blühen jenseits schulischer Lernformen zum Teil auf und brennen geradezu darauf, in der betrieblichen Praxis unter professioneller Anleitung zu zeigen, was in ihnen steckt.“ Bestes Mittel, dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen, sei die eigene Ausbildung, die für die Betriebe zudem eine „lohnende Investition“ darstelle, wie BIBB-Untersuchungen gezeigt hätten. Es führe kein Weg daran vorbei, dass die Betriebe angesichts des Wandels auf dem Ausbildungsstellenmarkt ihre Rekrutierungsstrategien überdächten und sich neuen Zielgruppen unter den Jugendlichen öffneten. „Dies gilt insbesondere für die steigende Zahl von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.“ Hier lägen Potenziale brach, die es zu nutzen gelte.
Unterdessen setzt das BIBB die Modernisierung der dualen Berufsausbildung fort. Pünktlich zu Beginn des neuen Ausbildungsjahrs gehen zehn zum Teil grundlegend überarbeitete Ausbildungsberufe neu an den Start. Damit hat das BIBB seit 1996 insgesamt 82 duale Ausbildungsberufe neu entwickelt und weitere 229 modernisiert.
Für folgende Berufe treten am 1. August neue Ausbildungsregelungen in Kraft:
- Böttcher / Böttcherin
- Büchsenmacher / Büchsenmacherin
- Geomatiker / Geomatikerin
- Milchtechnologe / Milchtechnologin
- Papiertechnologe / Papiertechnologin
- Pferdewirt / Pferdewirtin
- Revierjäger / Revierjägerin
- Segelmacher / Segelmacherin
- Technischer Konfektionär / Technische Konfektionärin
- Vermessungstechniker / Vermessungstechnikerin
Ausführliche Informationen zu diesen Berufen enthält die BIBB-Broschüre „Modernisierte Ausbildungsberufe 2010“. Download unter www.bibb.de/berufe
[Pressemitteilung Bundesinstitut für Berufsbildung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 20.07.2010]
12.07.2010 - „Faktor A“ – das neue Arbeitgeber-Onlinemagazin der BA
- ab sofort alle drei Monate neu unter www.faktor-a.arbeitsagentur.de
Viele Unternehmer leisten Beispielhaftes, um in der Arbeitswelt erfolgreich zu sein. Durch innovative Ideen und Flexibilität behaupten sie sich auf dem Markt – trotz Krise, Fachkräftebedarf und Strukturwandel. Neugierig, wie die Unternehmen das geschafft haben? Interessante Informationen und spannende Geschichten rund um den Arbeitsmarkt, zu Hintergründen und Akteuren gibt es ab sofort in „Faktor A“, dem neuen Arbeitgebermagazin der Bundesagentur für Arbeit (BA).
In den letzten Jahren hat die BA ihr Dienstleistungsangebot für Arbeitgeber Schritt für Schritt modernisiert und ausgebaut. Faktor A läutet nun die nächste Stufe ein und bietet Arbeitgebern künftig eine praxisnahe Plattform für ihre Themen: Personalmanagement, Strukturwandel, Netzwerke und vieles mehr. Es werden Beispiele aus verschiedenen Branchen vorgestellt und bekannte Unternehmerpersönlichkeiten zu ihren Erfolgsrezepten befragt.
Die erste Ausgabe geht am 12. Juli mit dem Schwerpunktthema „Ausbildung“ an den Start: Wie sieht die Berufsausbildung im 21. Jahrhundert aus? Viele offene Ausbildungsstellen können schon jetzt nicht mehr besetzt werden, weil es an geeignetem Nachwuchs fehlt. Faktor A verrät anhand positiver Beispiele, was Unternehmen sich alles einfallen lassen, um junge und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen. Dass es viele Wege zum Erfolg gibt, belegen die Portraits von Georg Kofler und Sarah Wiener. Kofler wurde als Fern-sehmacher bekannt und führt heute ein innovatives Energieunternehmen. Welche Steine musste er dafür wie aus dem Weg räumen? Sarah Wiener kocht nicht nur vor der Kamera, sondern hat sich längst als Geschäftsfrau etabliert. Faktor A traf sich mit der bekannten TV-Köchin, um mehr über ihren Weg von der Schulabbrecherin zur erfolgreichen Unternehmerin zu erfahren.
Faktor A gibt es als eJournal unter www.faktor-a.arbeitsagentur.de – alle drei Monate und kostenfrei. Die Printausgabe kann online bestellt werden oder ist beim Arbeitgeber-Service der örtlichen Arbeitsagentur erhältlich.
[Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit , 12.7.2010]
05.07.2010 - Müller Medien bietet mit neuem Jobportal Stellenangebote von Verlagen und Medienhäusern an
Unter www.medienjobs-aktuell.de sind Stellen für Mediaberater, Programmleiter, Anzeigenleiter, Studenten, Auszubildende und andere Positionen ausgeschrieben. Man bewirbt sich über ein nutzerfreundliches Online-Formular und kann dort auch Dokumente hochladen. Auf dem Portal von www.medienjobs-aktuell.de findet man Hilfestellung für Bewerbungen, wobei Vertrieblern immer noch ein Extra-Tipp gegeben wird. Beschreibungen aller Medien- und Salesberufe runden den Dienst ab. Medienunternehmen, die Interesse an der Veröffentlichung ihrer Stellenausschreibungen haben, können dazu Monika Wirsching von Müller Medien unter 09113409-290 kontaktieren.
[Pressemitteilung: Telefonbuch Verlag Hans Müller GmbH & Co. KG, 5.7.2010]
29.06.2010 - BA-Portal „planet-beruf.de“ erhält Comenius-Multimediapreis 2010
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wurde für ihr Internetportal „planet-beruf.de“ mit der Comenius-EduMedia-Medaille für herausragende exemplarische Multimediaprodukte ausgezeichnet. „planet-beruf.de“ hilft Jugendlichen bei Berufswahl, Ausbildungsplatzsuche und Bewerbung.
Die Comenius-Auszeichnung würdigt „planet-beruf.de“ als pädagogisch, inhaltlich und gestalterisch besonders wertvolles Multimediaprodukt. Der Preis unterstreicht auch die jugendgerechte Ausrichtung des Portals und den Lernerfolg, den die Nutzer mit „planet-beruf.de“ und dem Selbsterkundungsprogramm „BERUFE-Universum“ erzielen können.
Die Preisverleihung fand am 25. Juni 2010 in Berlin statt.
Dass das Online-Informationsangebot bei Jugendlichen gut ankommt, zeigen auch die Zugriffszahlen: Seit dem Start im September 2008 besuchten knapp sechs Millionen Nutzerinnen und Nutzer das Portal; auf die Seiten von www.planet-beruf.de wurde circa 60 Millionen Mal zugegriffen.
Die Comenius-EduMedia-Auszeichnungen werden 2010 bereits zum 15. Mal von der Gesellschaft für Pädagogik und Information (GPI) vergeben. Eine aus internationalen Medienexperten bestehende Fachjury wählt die Preisträger aus. In diesem Jahr waren 170 Bewerbungen aus neun Ländern eingegangen. Bei den Comenius-Auszeichnungen handelt es sich um die bedeutendsten deutschen und europäischen Preise für IKT-basierte Bildungsmedien. Sie gelten auch als Orientierungsinstrument auf dem komplexen Markt der didaktischen Multimediaanwendungen.
[Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit, 29.6.2010]
02.06.2010 - Wettbewerb "MyAusbildungPlus" gestartet: BIBB sucht Erfahrungsberichte von Auszubildenen und Studierenden
"Du hast während Deiner gerade laufenden oder vor kurzem abgeschlossenen Berufsausbildung eine Zusatzqualifikation erworben - zum Beispiel eine Sprache erlernt, warst im Ausland oder hast spezielle Fachkenntnisse erworben, die über Deinen eigentlichen Ausbildungsplan hinausgingen? Oder Du absolvierst gerade zeitgleich eine Ausbildung und ein Studium oder
hast diesen dualen Studiengang gerade beendet?" Dann, so heißt es im Ausschreibungstext weiter, ist dieser Wettbewerb genau richtig für Dich. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn möchte an Euren Erfahrungen teilhaben und sie für andere Jugendliche nachvollziehbar und erlebbar machen. Die Berichte k�nnen online eingereicht werden. Es winken attraktive Geldpreise.
Bewerbungsschluss ist der 15. August 2010. Alle Informationen rund um den Wettbewerb und die Teilnahmebedingungen stehen unter www.myausbildungplus.de zur Verfügung.
Mit diesen Fragen könnten sich die Wettbewerbsbeiträge beispielsweise beschäftigen:
- Was für eine Zusatzqualifikation hast Du erworben und was hat sie Dir gebracht?
- Wie bringst Du Ausbildung und Studium zeitlich unter einen Hut? Was bringt Dir die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis?
- Was war Deine Motivation, ein duales Studium aufzunehmen, und wie und wo hast Du Deinen dualen Studienplatz überhaupt gefunden?
Das BIBB sucht mit dieser Form des Wettbewerbs gezielt Berichte von jungen Menschen, die authentisch ihre Erfahrungen in Ausbildung und Studium beschreiben. Die besten Beiträge werden auf dem BIBB-Portal www.ausbildungplus.de veröffentlicht. Interessierten Jugendlichen wird so die Möglichkeit geboten, Einblicke und Eindrücke von Gleichaltrigen aus erster Hand zu gewinnen.
Für die drei besten Einsendungen winken attraktive Geldpreise (1. Preis: 500 Euro, 2. Preis: 300 Euro, 3. Preis: 100 Euro). Die Gewinner/-innen werden von einer unabhängigen Fachjury ermittelt. Die Preisverleihung findet am 14. September 2010 auf der "Vocatium Rhein-Sie", der Fachmesse für Ausbildung und Studium, in Bonn statt. Für diese Messe hat der Präsident des BIBB, Manfred Kremer, die Schirmherrschaft übernommen. Er wird auch die Preisverleihung vornehmen.
"AusbildungPlus" ist ein Projekt des Bundesinstituts für Berufsbildung und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Herzstück ist eine umfangreiche Datenbank mit zahlreichen Ausbildungs- und Studienangeboten. Diese enthält zurzeit mehr als 2.300 Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikation und mehr als 800 duale Studiengänge. Interessierte Jugendliche können die Datenbank zielgerichtet und kostenlos nach passenden Angeboten durchsuchen. Auch für Anbieter wie zum Beispiel Betriebe, Berufsschulen und (Fach-)Hochschulen ist eine Veröffentlichung ihres Ausbildungs- und Studienangebots in der Datenbank kostenfrei.
[Pressemitteilung Bundesinstitut für Berufsbildung, 2.6.2010]
28.04.2010 - Daten – Fakten – Analysen: BIBB legt „Datenreport 2010“ zur Entwicklung der beruflichen Bildung vor
Wie haben sich Nachfrage und Angebot auf dem Ausbildungsstellenmarkt in den letzten Jahren entwickelt? Was ist für 2010 zu erwarten? Welche Faktoren sind entscheidend, ob Jugendliche einen Ausbildungsplatz erhalten oder nicht? Antworten auf diese und viele weitere Fragen zur beruflichen Bildung liefert der aktuelle Datenreport des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Als Ergänzung zum „Berufsbildungsbericht 2010“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der vom Bundeskabinett verabschiedet worden ist, liefert das Standardwerk des BIBB umfassende Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung in Deutschland.
Schwerpunktthema der diesjährigen Ausgabe sind die Übergänge an der sogenannten „Zweiten Schwelle“, also von der Berufsausbildung in die Beschäftigung. Die aktuellen BIBB-Analysen zeigen, dass für einen reibungslosen Übergang in eine vollwertige Beschäftigung insbesondere der Schulabschluss und der gewählte Ausbildungsbereich entscheidend sind. Zentrale Indikatoren und Entwicklungen im Zeitverlauf sind Gegenstand der Kapitel zur beruflichen Aus- und Weiterbildung. Dabei wurden im Vergleich zur Vorjahresausgabe insbesondere die Analysen zur beruflichen Weiterbildung ausgeweitet. Neu aufgenommen wurde auch ein umfassender Überblick über die Programme und Aktivitäten von Bund und Ländern zur Förderung der beruflichen Ausbildung. Darüber hinaus wurde die indikatorengestützte Berichterstattung des Datenreports unter Bezug auf internationale Indikatoren und Benchmarks (Maßstäbe) erweitert. Ein ebenfalls neu erstelltes Glossar rundet die diesjährige Ausgabe ab.
Der Datenreport wird seit 2009 vom Bundesinstitut für Berufsbildung herausgegeben.Er ergänzt den politisch ausgerichteten Berufsbildungsbericht der Bundesregierung um einen indikatorengestützten Datenteil. Auf rund 450 Seiten und in mehr als 250 Schaubildern und Tabellen werden aktuelle Daten und Fakten zur Entwicklung der beruflichen Bildung in Deutschland dargestellt.
Eine Vorabversion des Datenreports kann im Internetangebot des BIBB in einem
pdf-Format unter www.bibb.de/datenreport kostenlos heruntergeladen werden.
Dort finden Sie auch einen Link zum „Berufsbildungsbericht 2010“ der Bundesregierung.
[Pressemitteilung des BIBB Bundesinstituts für Berufsbildung vom 28.4.2010]
22.04.2010 - Entscheidender Tag für die Bundesagentur für Arbeit
Bundesregierung und Bundestag haben wichtige Weichen für eine erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik im Jahr 2010 und darüber hinaus gestellt. Sowohl die Freigabe von gesperrten Haushaltsmitteln in Höhe von 900 Millionen Euro durch den Haushaltsausschuss des Bundestages, als auch mehrere Kabinettsbeschlüsse – unter anderem zur Zukunft der Jobcenter – machen jetzt eine solide Planung möglich.
„Ich bin erleichtert, dass die Betreuung der Menschen in der Grundsicherung durch die Änderung des Grundgesetzes geklärt ist. Das sorgt für Sicherheit bei den Betroffenen und bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Beinahe ebenso wichtig sei die Entsperrung von 900 Millionen Euro in der Grundsiche-rung gewesen: „Damit können wir die Hilfe in dem Umfang anbieten, wie wir es für dieses Jahr geplant haben. Wir sehen darin einen Vertrauensbeweis der Politik in unsere Arbeit und in die Grundsicherungsstellen. Wir werden dieses Geld sinnvoll und wirksam einsetzen.“
Auch weitere Beschlüsse des Kabinetts betreffen die BA direkt, insbesondere der Auftrag von Arbeitsministerin von der Leyen, den Blick stärker auf besonders schwer vermittelbare Zielgruppen zu richten. Heinrich Alt: „Die organisatorischen Fragen sind geklärt, jetzt müssen und wollen wir uns wieder stärker auf Inhalte konzentrieren. Dazu zählt auch die Frage, wie wir zum Beispiel Alleinerziehende, Ältere oder Jugendliche besser und schneller in den Arbeitsmarkt integrieren können, denn das sind in der Tat die Problemgruppen.“
Alt will diese Feststellung nicht als Kritik an der bisherigen Arbeit der Arbeitsgemeinschaften verstanden wissen: „Hier ist in den letzten Jahren bereits viel passiert und die Mitar-beiterinnen und Mitarbeiter haben unter schwierigen Umständen sehr gute Arbeit geleistet, was uns zum Beispiel Untersuchungen des IAB und Kundenbefragungen bestätigen. Trotzdem gibt es bei der Vermittlung und Betreuung dieser Zielgruppen noch Luft nach oben, die wir jetzt nutzen können. Daher greifen die Eckpunkte von Ministerin von der Leyen die richtigen Schwerpunkte auf.“
[Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 22.4.2010]
18.03.2010 - BA warnt vor unseriösen Job-Angeboten per E-Mail
Seit geraumer Zeit erhalten Internet-Nutzer immer wieder E-Mails, die einen lukrativen Job versprechen. Meist werden Firmen mit Sitz im Ausland als Ansprechpartner genannt. Die Absender dieser E-Mails sind teilweise unklar oder verwenden falsche Identitäten. In einem aktuellen Fall behauptet der Absender sogar, er habe die Daten des Adressaten von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhalten und wende sich daher an den „lieben Arbeitsuchenden".
Die BA weist daher darauf hin, dass sie niemals in einem Zusammenhang mit derartigen E-Mails steht, unabhängig davon, was die Absender behaupten. Bei diesen Mails handelt es sich um Spam, vermutlich mit dem Ziel, an reale Nutzerdaten zu gelangen. Möglicherweise enthalten die Mails auch Viren oder Trojaner.
Der BA ist kein einziger Fall bekannt, bei dem hinter derartigen Mails ein seriöses Angebot gestanden hätte. Wir raten daher, unaufgefordert erhaltene E-Mails, die eine Arbeit versprechen, grundsätzlich ungelesen zu löschen.
[Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 18.3.2010]
01.03.2010 - IT-Fachkräfte trotz Krise weiterhin stark nachgefragt
IT-Fachkräfte sind am Arbeitsmarkt weiterhin stark gefragt. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) nutzt diesen Umstand und präsentiert zur CeBIT 2010 (2. bis 6. März) in Hannover ihre JOBBÖRSE mit neuer Technik. Während der Messe können Besucher des BA-Messestandes in Halle 5 im Bereich des „Job & Career Market“ Jobs einfach auf ihr Handy herunterladen. Die Stellenangebote wurden zuvor von den Agenturen für Arbeit bundesweit eigens für die CeBIT akquiriert. Auf der Messe werden sie fortlaufend aktualisiert und auf LCD-Bildschirmen präsentiert. Unternehmen, die IT-Fachkräfte suchen, haben auch während der CeBIT die Möglichkeit, Stellenangebote in der BA-JOBBÖRSE zu platzieren.
Darüber hinaus stehen am Messestand der BA kompetente Ansprechpartner aus den Agenturen für Arbeit zur Verfügung. Neben der Messe-Jobbörse informieren sie vor allem über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufschancen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie. Darüber hinaus geben Spezialisten der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung in Bonn (ZAV) Auskünfte zu Fragen nach Führungspositionen in der IT-Branche sowie zu Jobs auf dem internationalen Arbeitsmarkt.
Die Besucher finden am Stand der BA neben kostenlosem Informationsmaterial auch Computerterminals zur Selbstinformation. Hier haben sie Zugriff auf den Internet-Auftritt der BA mit der JOBBÖRSE, dem Berufsinformationssystem BERUFENET sowie der Datenbank für Aus- und Weiterbildung KURSNET. Die Systeme gehören zu den größten Informationsangeboten ihrer Art in Europa.
Das Messeteam der Bundesagentur für Arbeit steht für die Dauer der Ausstellung vom 2. bis 6. März täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr für Besucheranfragen zur Verfügung.
Hintergrund - Aktuelle Arbeitsmarktsituation für IT-Fachkräfte:
Trotz der aktuell allgemein schwierigen Arbeitsmarktsituation sind die Perspektiven für IT-Fachkräfte vergleichsweise gut. So stieg 2009 die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Datenverarbeitungsfachleute gegenüber dem Vorjahr um 2,4% auf rund 530.000 an. Zum Vergleich: Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung insgesamt ging im selben Zeitraum um rund 0,3% auf 27,4 Mio. zurück. 30.661 arbeitslosen IT-Fachkräften standen 22.378 neu gemeldete Stellen gegenüber. Damit kamen auf jeden arbeitslosen IT-Experten 0,73 Stellen. Bei den Arbeitslosen insgesamt fiel diese Relation mit 0,71 etwas ungünstiger aus. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief im IT-Bereich im vergangenen Jahr deutlich schwieriger als allgemein. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Anstieg von rund 10%. Mit einem Plus von rund 5,6% stieg demgegenüber die allgemeine Arbeitslosenzahl etwa nur halb so stark. Angesichts der Beschäftigungsentwicklung im IT-Bereich insgesamt kann für Datenverarbeitungsfachleute perspektivisch dennoch weiterhin von guten Beschäftigungsaussichten ausgegangen werden. [Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit, 1.3.2010]
12.02.2010 - BA macht "Fit für die Karriere": Neuer kostenloser Online Bewerbungstrainer für Akademiker
Mit dem neuen E-Learning-Programm wird das Online Lernangebot der Bundesagentur für Arbeit (BA) erweitert.
Auch hochqualifizierten Arbeitsuchenden fällt es häufig schwer, ihre Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt zielgerichtet anzubieten. Wie finde ich nach dem Studium den richtigen Job? Wie bewerbe ich mich nach einigen Jahren Berufserfahrung für eine neue Herausforderung? Was muss ich bei der Bewerbung für Fach- und Führungspositionen beachten? „Fit für die Karriere“ gibt hierauf Antwort in fünf Modulen, die nach Bedarf zusammenhängend oder einzeln bearbeitet werden können. Die Gesamtlaufzeit beträgt drei Stunden.
Alle Module sind methodisch abwechslungsreich aufgebaut und ermöglichen ein multimediales, interaktives Lernen. Professionell erstellte Filme mit Praxisbeispielen und Expertenstatements veranschaulichen und erläutern die Lerninhalte. Für sehbehinderte Menschen wird ein barrierefreies DAISY-Hörbuch (Digital Accessible Information System) mit allen Inhalten angeboten.
Mit dem Programm lernen Akademiker, berufliche Orientierung und Bewerbung als planbares Projekt zu verstehen und dieses konsequent umzusetzen. Die oft ungewohnten Prüfungssituationen im Bewerbungsgespräch und Assessment Center werden ausführlich vorgestellt und erläutert. Zu finden ist das Programm auf www.arbeitsagentur.de/karrieremachen unter der Rubrik „Bewerbung“.
Auf BERUFE.TV, dem Filmportal der BA, werden in einem kurzen Trailer zudem die Inhalte und Anwendungsmöglichkeiten des Programms vorgestellt. Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im Internet unter www.ba-audio.de. [Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit, 12.2.2010]
19.01.2010 - Verstoß gegen EU-Recht: Deutschland muss Kündigungsfristen ändern
Der Europäische Gerichtshof hat den Forderungen nach mehr Flexibilität im Arbeitsrecht eine Abfuhr erteilt. Kündigungsfristen dürfen sich zukünftig nicht mehr am Alter des Arbeitnehmers orientieren.
Im deutschen Arbeitsrecht müssen die gesetzlichen Kündigungsfristen geändert werden. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschied am Dienstag (19.1) in Luxemburg, die bisher geltende Regelung, wonach bei den Kündigungsfristen die Beschäftigungszeiten erst vom 25. Lebensjahr an berücksichtigt werden, verstoße gegen das EU-Recht. Es handele sich um eine verbotene Diskriminierung aus Gründen des Alters. Die höchsten EU- Richter wiesen die deutschen Gerichte an, die fragliche deutsche Regelung in laufenden Prozessen vor Arbeitsgerichten "erforderlichenfalls unangewendet zu lassen".
Der Entscheidung (Rechtssache C-555/07) lag die Klage einer Frau zugrunde, die im 18. Lebensjahr von einem Essener Unternehmen angestellt und zehn Jahre später entlassen worden war. Dabei wurde ihr wegen einer Beschäftigungsdauer von drei Jahren (seit dem 25. Geburtstag) lediglich ein Monat Kündigungsfrist zugestanden. Bei zehn Jahren hätte sie Anspruch auf vier Monate gehabt.
Der EuGH verwies darauf, dass eine auf dem Alter beruhende Ungleichbehandlung nur dann zulässig sei, wenn sie durch ein legitimes Ziel aus den Bereichen Beschäftigungspolitik, Arbeitsmarkt und berufliche Bildung gerechtfertigt sei. Außerdem müssten die Mittel zur Erreichung des Ziels "angemessen und erforderlich" sein. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hatte als Berufungsinstanz den EuGH gefragt, ob dies im strittigen Verfahren der Fall sein könnte. Die EU-Richter verneinten: Die deutsche Regelung sei "nicht angemessen oder geeignet".
Diskriminierungsverbot schlägt nationales Recht
Sie wiesen insbesondere die Argumentation zurück, der Arbeitgeber solle eine "größere personalwirtschaftliche Flexibilität" bekommen, weil jüngeren Arbeitnehmern eine größere berufliche und persönliche Mobilität zugemutet werden könne. Dies sei nicht der Fall, weil die Nichtanrechnung der Betriebszugehörigkeit vor dem 25. Lebensjahr unabhängig vom Alter bei einer Entlassung gelte.
Das Gericht stellte auch fest, ein Einzelner könne sich vor Gericht nicht direkt auf die EU-Richtlinie zum Verbot der Diskriminierung berufen. Das Diskriminierungsverbot sei jedoch ein "allgemeiner Grundsatz des Unionsrechts". Das nationale Gericht müsse "die volle Wirksamkeit des Unionsrechts" gewährleisten. Deshalb dürfe es in einem solchen Fall nationales Recht nicht anwenden. [Quelle: www.impulse.de, 19.01.2010]
12.01.2010 - ver.di legt 2009 bei erwerbstätigen Mitgliedern weiter zu
Trotz der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise waren die Jahre 2008 und 2009 die erfolgreichsten seit Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Wie bereits im Vorjahr wuchs die Zahl der erwerbstätigen Mitglieder erneut, dieses Mal um 0,5 Prozent. Damit ist der Anteil erwerbstätiger Mitglieder, der im Dezember 2001 bei gut 70 Prozent lag, auf über 75 Prozent gestiegen. "Dieser Erfolg beruht vor allem darauf, dass wir unsere Mitglieder konsequent an zentralen Entscheidungen, vor allem über Tarifergebnisse, beteiligen", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.
Zum Jahresende 2009 organisierte ver.di 2.138.200 Mitglieder in mehr als 1.000 Berufen. Dies sind 1,93 Prozent weniger als 2008 - die zweitniedrigste Verlustrate seit ver.di-Gründung. Insgesamt traten im Laufe des Jahres 2009 fast 111.000 Mitglieder neu in ver.di ein, der zweithöchste Zuwachs seit der Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft. Dies entspricht der Einwohnerzahl einer Großstadt wie Reutlingen, Remscheid oder Fürth. In den Fachbereichen Gesundheit, Besondere Dienstleistungen und Bildung/Wissenschaft/Forschung ist eine Trendumkehr in der Mitgliederentwicklung erreicht worden, sie verbuchten 2009 jeweils einen absoluten Mitgliederzuwachs. [Pressemitteilung ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand, 12.1.2010]
16.12.2009 - Bildung hat ihren Preis und ist diesen Preis auch wert
"Wer an Bildung spart, hat sie bitter nötig", betont Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Vorfeld des heute in Berlin stattfindenden Bildungsgipfels. Höhere Investitionen in das Bildungssystem seien dringend notwendig, um das Recht auf Bildung, Ausbildung, berufliche Weiterbildung und politische Bildung im Sinne lebensbegleitenden Lernens zu gewährleisten und ein gebührenfreies Bildungswesen von der Kita bis zur Hochschule zu garantieren. "Bildung hat ihren Preis, aber sie ist diesen Preis auch wert", so der ver.di-Vorsitzende.
Die Investitionen dürften jedoch nicht durch einen Kuhhandel, wie Bildungsministerin Annette Schavan ihn vorgeschlagen hätte, erfolgen.
Es sei scheinheilig, wenn der Bund seine finanziellen Zusagen für die Bildung von der Entscheidung der Länder zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz abhängig mache.
Ein leistungsfähiges und gerechtes Bildungssystem erfordere einen Mehrbedarf von mindestens 32 Milliarden Euro jährlich, erklärte Bsirske. Der OECD-Vergleich zu den Bildungsausgaben bescheinige die strukturellen Missstände in Deutschland. Derzeit würden lediglich 4,4 Prozent des Bruttoinlandproduktes in das Bildungswesen investiert. Für einen Anschluss an das europäische Spitzenniveau müssten die staatlichen Ausgaben auf mindestens 7 Prozent ansteigen.
ver.di unterstütze die Proteste gegen die strukturellen Defizite im Bildungssystem. Die Gewerkschaft beteilige sich an der heute stattfindenden Aktion des DGB und fordere mit den streikenden Studenten ein Grundrecht auf gute Bildung, denn sie sei Grundlage für gute Arbeit, so der ver.di-Chef. In Deutschland werde Bildung in hohem Maß von Einkommen und Herkunft beeinflusst. Studiengebühren und viel zu niedrige BAföG-Leistungen würden die Zugangshürden zum Studium verfestigen.
Notwendig sei zudem eine Reform des Bildungssystems in seiner Gesamtheit. Mit der Festschreibung dezentraler Zuständigkeiten für die Bereiche Vorschule, Schule und Hochschule sei die große Chance, im Rahmen der Föderalismusreform einheitliche Bildungsstandards zu schaffen, nicht genutzt worden.
Das Recht auf Bildung erfordere ein umfassendes und hochqualifiziertes Angebot an Bildungseinrichtungen in den aufeinander bezogenen und aufbauenden Bildungsphasen. Daher müsse die Finanzierung der Bildungseinrichtungen unverzüglich verbessert und ausgebaut werden, um jedem Menschen, unabhängig von Herkunft und Geschlecht, die Teilhabe an Bildung zu ermöglichen. [Pressemitteilung: ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand www.verdi.de, 16.12.2009]
02.11.2009 - Arbeitslos? Wie Sie sich jetzt korrekt verhalten
Arbeitsmarkt-Analysen der Bundesagentur für Arbeit prognostizieren für die
nächsten Monate in Deutschland einen Anstieg der Zahl der Arbeitssuchenden auf 4,1 Millionen. Denn bis zu 600.000 Menschen werden 2010 voraussichtlich ihren Job verlieren. Dann ist es wichtig zu wissen, wie sich Betroffenen ihre Ansprüche sichern
Der Verlust des Arbeitsplatzes ist für jeden einzelnen Betroffenen eine persönliche Krise.Damit die psychische nicht auch noch zur finanziellen Belastung wird, sollten sich die Betroffenen rechtzeitig ihre Ansprüche auf Arbeitslosengeld sichern und zudem mit der Bundesagentur für Arbeit einen kompetenten Partner für die neue Jobsuche an die Seite holen.
Und so gehen Sie zu Beginn vor:
Extra-Tipp: Dies können Sie auch telefonisch oder über den neu geschaffenen
Meldeservice per Internet angeben. Alle Agenturen für Arbeit sind unter der bundeseinheitlichen Service-Rufnummer 01801 555111 (Festnetzpreis 3,9 ct/min) Mo. bis Fr. zwischen 8.00 und 18.00 Uhr erreichbar. Per Internet unter www.arbeitsagentur.de
Achtung! Die Notwendigkeit für das persönliche Gespräch bei der Arbeitsagentur entfällt dadurch nicht.
- Um das Antragsverfahren so einfach wie möglich zu machen, kommt der „Grundantrag“ mit wenigen Fragen und Angaben aus. Ihre Agentur für Arbeit prüft dann, welche Ansprüche Sie erworben haben. Notwendig werdende „Zusatzblätter“ werden mit Ihnen besprochen.
- Prüfen Sie auf dem Antragsformular alle bereits gedruckten Angaben zu Ihnen, damit sich (z.B. durch Umzug) keine Fehler einschleichen.
- Füllen Sie den Antrag sorgfältig und gut leserlich aus, damit Rückfragen vermieden werden und sich die Bearbeitungszeit verkürzt.
- Die Leistung wird bargeldlos ausgezahlt. Dazu ist ein entsprechendes Konto notwendig.
- Die Entscheidung über Ihren Antrag wird schriftlich per Bescheid mitgeteilt. Sie sind damit auch kranken-, pflege-, renten- und unfallversichert.
- Anspruch auf Arbeitslosengeld haben Sie nur, wenn Sie für die Arbeitsagentur unter der angegebenen Adresse auch an allen Werktagen erreichbar sind.
Ihr 1. Termin bei der Arbeitsagentur: Das sollten Sie mitnehmen
- Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebescheinigung
- Arbeitspapiere wie Lohnsteuerkarte und Gehaltsbescheinigung
- Arbeitsbescheinigung vom früheren Arbeitgeber (diese muss er Ihnen bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses aushändigen)
- Beitragsnachweis (über freiwillige Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung)
Neues Job-und Serviceportal nutzen
Unter www.arbeitsagentur.de bietet die Bundesagentur für Arbeit eine neue, ideale Plattform für Ihre persönliche Stellensuche an. Sie können dort Ihr Bewerberprofil eingeben. Es wird sofort mit den aktuellen Stellenangeboten verglichen.
[Themendienst der Bundesagentur für Arbeit, 2.11.2009]
01.09.2009 - Lehrjahre sind keine Herrenjahre...
Für mehr als 300.000 junge Menschen in Deutschland beginnt heute ein neuer Lebensabschnitt – am 1. September startet das neue Ausbildungsjahr. „Für viele ein Grund zur Freude, aber leider nicht für alle Jugendlichen“, gibt Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerk-schaft (ver.di) zu bedenken. Nach wie vor blieben viele Jugendliche ohne Aus-bildungsplatz. Die Meldungen über untertarifliche Bezahlung und mangelnde Anleitung in der Ausbildung nähmen zu.
Bis Ende August waren bei der Bundesagentur für Arbeit 405.997 betriebliche Ausbildungsplätze gemeldet. Davon waren bis kurz vor Beginn des Ausbildungsjahres noch 65.256 unbesetzt. Diesen unbesetzten Plätzen stehen 99.117 bislang unversorgte Bewerberinnen und Bewerber gegenüber.
Die reale Anzahl derer, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben sei jedoch noch deutlich höher, betonte Werneke. Viele würden von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten wie beispielsweise dem Berufsvorbereitungsjahr aufgefangen und fielen so aus der Statistik.
„Die Zahlen zeigen aber vor allem nicht, was es für die Lebensplanung derjenigen bedeutet, die keinen der begehrten Plätze erhalten“, so der ver.di-Vize. „Die Bewerberinnen und Bewerber, die bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in ihrem Wunschberuf leer ausgegangen sind, machen häufig massive Abstriche und sind gezwungen, Ausbildungen mit schlechten Bedingungen anzutreten.“
Die Unzufriedenheit darüber sei laut einer aktuellen Studie des DGB in bestimmten Dienstleistungsberufen besonders hoch. „Die fachliche Anleitung ist häufig mangelhaft und die zulässigen täglichen Ausbildungszeiten werden massiv überschritten“, kritisiert Werneke. Wird die Belastung zu hoch, führe das immer häufiger dazu, dass die Ausbildung vorzeitig abgebrochen werde.
ver.di fordere daher ein gesetzlich verankertes „Grundrecht auf Ausbildung“ sowie eine Verbesserung der Ausbildungsqualität. Auszubildende dürften zu-dem nicht als billige Arbeitskräfte missbraucht werden.
Herausgeber:
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Martina Sönnichsen
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